Vorwort des Herausgebers
Gesundheit und Leistungsfähigkeit können so einfach sein – wenn die richtigen Technikeneingesetzt werden. Die Pneumobalance Atemtechnik mit dem ATMFro ist das Resultat einer langen Tradition der russischen Atemforschung, die in Russland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion einen hohen Stellenwert hatte und hat. In einem Land, in dem Medikamente teuer und für viele Menschen gänzlich unerschwinglich sind, können einfache, nebenwirkungsfreie und wirksame Methoden der ganzheitlichen Gesundung und Gesunderhaltung sich einfacher entwickeln als bei uns. Dr. Sergej Zinatulin ist der derzeit bekannteste "Atemdoktor" Russlands und führt die Tradition von Dr. Konstantin Butejko fort, der gegen viele Widerstände Atemtraining zu einem anerkannten Teil der Gesundheitsvorsorge der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten entwickelt hat. Dr. Zinatulin hat schon viele Fachbücher und -artikel veröffentlicht, in diesem Buch stellt er sein Wissen erstmalig auch für medizinische Laien dar.
Hier in Mitteleuropa spült die verbreitete Mentalität – der Doktor macht's schon und mit ein paar Tabletten geht es mir wieder gut – jedes Jahr größere Summen in die Kassen der pharmazeutischen Industrie und lässt immer mehr Menschen abhängig von Medikamenten werden, die wiederum Nebenwirkungen haben, für deren Beseitigung wieder neue Medikamente genommen werden müssen. Ein regelmäßiges, selbstverantwortliches Training dagegen ist anstrengend – wer bringt schon die Konsequenz auf und trainiert über mindestens ein halbes Jahr jeden Abend für 15 bis 30 Minuten seine Atmung? Wer dies aber doch tut, der kann sich auf eine signifikante, umfassende, nebenwirkungsfreie und langanhaltende Verbesserung seines Gesundheits- und Leistungsniveaus gefasst machen.
Wir sollten das Atemtraining in Schulklassen und auch in Kindergärten zum Standard machen – wie es in vielen Schulen Russland der Fall ist. So würde eine Generation heranwachsen, für die gesunde Atmung und die regelmäßige Atemschulung zur selbstverständlichen Gewohnheit geworden ist.
Für Arbeitgeber und Krankenkassen sollte die Förderung einer gesunden Atmung ganz vorne in der Liste der gesundheitlichen Präventionsmethoden stehen. Ich wünsche mir, dass immer mehr Ärzte, Heilpraktiker und andere Therapeuten und Trainer die Atemschulung in ihr Therapieprogramm einbauen, denn ein Volk der Falschatmer, wie wir es in Mitteleuropa (noch) sind, wird immer hohe Krankheitskosten haben und das Volksvermögen statt in Bildung und Fortschritt in Medikamente investieren. So hoffe ich, dass dieses Buch eine weite Verbreitung finden wird und das Pneumobalance Atemtraining bei möglichst vielen Menschen so selbstverständlich wird wie das Zähneputzen.
Dipl. Ing. Dietmar Ferger |